Platzregeln

Platz – und Spielordnung

In Verbindung mit den Golfregeln der R & A Rules Limited (in der jeweils neuesten Fassung), sowie dem Offiziellen Handbuch zu den Golfregeln und dem DGV-Vorgabensystem regelt die Platz– und Spielordnung den Golfbetrieb auf dem Golfplatz des

Golfclub Sauerland e. V.

Sie ist gegliedert in:

Allgemeine Regeln für den Spielbetrieb

1. Spielberechtigung
Spielberechtigt auf dem Golfplatz des GC Sauerland sind Mitglieder des Golfclub Sauerland, nachdem sie die Platzfreigabeprüfung bestanden haben. Gegen Greenfee spielberechtigt sind Mitglieder von in- oder ausländischen Golfclubs, die einem nationalen Golfverband angeschlossen sind (Vorlage eines entsprechenden Ausweises erforderlich). Das Vorliegen der Platzreife nach DGV-Lizenz wird vorausgesetzt. Geht aus dem Spielausweis nicht mindestens eine Clubvorgabe von -45 hervor, kann der Nachweis der erworbenen Platzreife eingefordert werden.
An Wochenenden und Feiertagen gilt eine Vorgabenbeschränkung von -36 für Gäste. Höhere Handicaps dürfen an diesen Tagen nur in Begleitung eines Clubmitglieds des GC Sauerland spielen.

Das Greenfee ist vor Spielbeginn zu lösen und die entsprechende Greenfeekarte gut sichtbar an der Golftasche zu befestigen. Die Beauftragten des Clubs und unsere Mitglieder sind berechtigt, sich von der Ordnungsmäßigkeit Ihrer Karte zu überzeugen.

Für Anfänger steht die Übungsanlage mit Driving Range, Chipping Green, Putting Green und Pitching Green zur Verfügung.

2. Spielbetrieb
Der Golfplatz hat 10 Spielbahnen. Die Spielbahnen sollen in der vorgegebenen Reihenfolge gespielt werden, wobei auf der zweiten Runde die 2. Spielbahn ausgelassen wird und die 16. Spielbahn gespielt wird. Das Spiel dieser beiden Spielbahnen während einer 9 Loch Runde (10 Loch Runde) ist nur gestattet, wenn nachfolgende Flights nicht behindert werden. Bei auftretenden Behinderungen hat der Flight, der die Löcher in korrekter Reihenfolge spielt, grundsätzlich Durchspielrecht.
Die Startreihenfolge am 1. Abschlag regelt sich nach dem Erscheinen auf dem Abschlag oder durch Einweisung des Starters.
Generell haben Spieler auf der vollen Runde Vorrang vor neu startenden bzw. einfädelnden Spielern. Um aber Wartezeiten am 1. Abschlag nach Möglichkeit zu vermindern, werden Spieler nach der 9. Spielbahn gebeten, startenden Spielern auf der Bahn 1 ein Einfädeln im Reißverschlussverfahren zu ermöglichen.

3. Durchspielen
Folgt ein schnellerer Flight einem anderen in kurzem Abstand, so hat der vordere Flight, unabhängig von der Anzahl der Spieler, durchspielen zu lassen, falls

  • der vordere Flight den Anschluss nach vorne verloren hat (mehr als eine Spielbahnlänge Abstand zum vorausspielenden Flight) oder
  • der vordere Flight einen Ball zu suchen beginnt.

Einer Aufforderung zum Durchspielen muss nachgekommen werden, wenn weitere Flights folgen.
Einzelne Wettspielflights aus Jahres-Matchplay-Turnieren haben ab dem Viertelfinale (letzten 8 Teilnehmer) immer Durchspielrecht. Sie sollen durch einen roten Wimpel im Bag gekennzeichnet sein, um dieses Durchspielrecht gegenüber anderen Spielern zu dokumentieren. Die roten Wimpel sind im Clubhaus zu erhalten.

4. Platzsperre bei Wettspielen
Während eines Wettspieles, einschließlich der Damen- und Herrennachmittage, sowie der 9-Loch- und Jugendwettspiele, wird der Platz in erforderlichem Umfang für den allgemeinen Spielbetrieb gesperrt, sofern mindestens 20 Spieler an diesem Wettspiel teilnehmen. Vorbehaltlich einer im Einzelfall anderen Festlegung ist der Abschlag 15 Minuten vor und 15 Minuten nach dem Wettspiel (Abschlag des letzten Flights in der zweiten Runde) gesperrt. Die Zeiten werden an der blauen Infotafel vor dem Clubhaus bekannt gegeben, wobei es sich bei der Endzeit um eine geschätzte Zeit handelt.
In jedem Falle muss ein Abstand von mindestens einer Spielbahn zu den Turnierspielern eingehalten werden.

5. Zügiges Golfspielen
Um allen Golfern ein ungehindertes Spiel zu ermöglichen, wird um zügiges Spiel gebeten. Spielverzögerungen jeglicher Art müssen vermieden werden.
Wenn nach Stableford keine Punkte mehr zu erreichen sind, sollte das Spiel auf dieser Spielbahn durch Aufnahme des Balles beendet werden.
Eine Spielergruppe darf aus nicht mehr als 4 Spielern bestehen. Ausgenommen hiervon sind bestimmte Spiele, die von der Spielleitung des Golfclubs ausgerichtet werden.

6. Platzpflege
Spuren im Bunker wie Ball- oder Fußabdrücke bitte sorgfältig durch gründliches Harken beseitigen, ausgeschlagene Divots zurücklegen und andrücken. Auf dem Grün verursachte oder vorgefundene Pitchmarken sofort sauber ausbessern. Caddiewagen dürfen weder über Vorgrüns und Abschläge noch zwischen Grün und Bunker gezogen werden.
Abgrenzungen dienen der Platzpflege und der Sicherheit. Sie müssen beachtet werden.

7. Schuhe / Spikes
Es dürfen keine Golfschuhe mit Metallspikes getragen werden.

8. Sicherheitsmaßnahmen
Ein Spielen von Bahnen außerhalb der vorgegebenen Reihenfolge kann zur Gefährdung oder Behinderung von anderen Spielern führen und sollte nur unter besonderer Rücksichtnahme erfolgen.
Alle Mitspieler werden gebeten, sich jeweils hinter oder seitlich von abschlagenden Spielern zu platzieren, um eine Gefährdung durch quer fliegende Bälle auszuschließen.
Die Greenkeeper sind bemüht, den Spielbetrieb so wenig wie möglich zu stören. Trotzdem muss beim Spiel auf arbeitende Personen geachtet und jede Gefährdung der Greenkeeper vermieden werden.
Kinder unter sechs Jahren dürfen sich grundsätzlich nur in Begleitung Erwachsener auf dem Golfplatz aufhalten.

9. Drivingrange Bälle
Drivingrangebälle können am Automat in der Abschlaghütte gegen 1€ Stücke oder Digicard gezogen werden. Wechselgeld und Digicards sind im Proshop, im Büro oder der Gastronomie erhältlich.
Das Spielen mit Drivingrangebällen ist auf dem Golfplatz strengstens verboten und führt zum sofortigen Platzverweis. Zusätzlich wird ein zeitlich begrenztes Platzverbot verhängt.
Drivingrangebälle dienen ausschließlich zur Übung auf der Drivingrange. Da nur eine begrenzte Anzahl von Bällen zur Verfügung steht, müssen gezogene Bälle sofort gespielt oder auf der Drivingrange belassen werden. Die Aufbewahrung im Golfbag oder im Spind ist nicht zulässig, da diese Bälle den anderen Golfern nicht zur Verfügung stehen.

10. Platzaufsicht
Die Platzaufsicht wird von Beauftragten des Clubs, hierbei handelt es sich zum Beispiel um den Spielführer, Mitglieder des Vorstandes und des Spielausschusses sowie die Greenkeeper und die Golflehrer, durchgeführt. Sie überwacht die Einhaltung der Regeln für den Spielbetrieb und die Etikette. Den Anordnungen der Platzaufsicht muss in jedem Fall nachgekommen werden.
Im Interesse der Allgemeinheit sollte sich jeder Golfer beim Spiel verpflichtet fühlen, andere Spieler dezent und in angemessener Form auf Verstöße aufmerksam zu machen und ggf. bei schweren Verstößen das Clubsekretariat zu informieren. Alle Spieler werden um gegenseitige Rücksichtnahme und Einhaltung der Regeln der Höflichkeit gebeten.

Vorgabensystem

Vorgabensystem

1. Vorgaben allgemein

Die Zuerkennung von Vorgaben und ihre Änderungen erfolgt nach den gültigen Vorgaben  und Spielbestimmungen des DGV. Hier wird unterschieden zwischen

  • EGA – Vorgaben bis Hcp -36
  • Vorgaben Hcp -37 bis Hcp -54

Neben spielerischen Fertigkeiten und Grundwissen im Bereich Regeln und Etikette wird bei der „DGV-Platzreife“ dem Verhalten auf dem Platz besonderes Augenmerk geschenkt. Dabei bildet wiederum der Aspekt der Spielgeschwindigkeit einen Schwerpunkt. Deshalb ist die „DGV-Platzreife“, die aus drei Teilen besteht, nur zu zwei Dritteln eine „Prüfung“ im klassischen Sinne. Ein Drittel besteht in der bloßen Demonstration des richtigen Verhaltens auf dem Platz.

2. „DGV Platzreife-Pfüfung“

1.Teil – Verhalten auf dem Platz (ca. 45 Min. – 60. Min.)

Auf einer ausgewählten Spielbahn demonstrieren Prüfer und Prüflinge anhand praktischer Beispiele das richtige Verhalten auf dem Platz (z. B. Sicherheit, zügiges Spiel, Schonung des Golfplatzes). Dazu wählt der Prüfer vier geeignete Stationen (Abschlag, auf der Bahn, am Grün, auf dem Grün) aus. Um diesen Teil der Prüfung für die Prüflinge besonders gewinnbringend zu gestalten, empfiehlt es sich, darauf hinzuwirken, dass die Prüflinge bereits im Rahmen ihrer Vorbereitung auf die Prüfung (Golfunterreicht, Regelabende, usw.) das erwartete richtige Verhalten „einüben“.

2.Teil – Golfspiel (ca. 140 Min.)

Es werden neun Löcher gespielt, davon die sechs besten gewertet. Auf Grundlage einer (fiktiven) Vorgabe -54 (bzw. der entsprechenden Club-Spielvorgabe des jeweiligen Platzes) muss der Spieler mindestens zwölf Stableford-Nettopunkte erzielen. Dies entspricht, bezogen auf die sechs gewerteten Löcher (also mit dem Bonus der „drei Streichlöcher“), der Platzfreigabe (Platzerlaubnis).

3.Teil – Theorie (30 Min.)

Hier sind im Multiple-Choice-Verfahren 30 Fragen, davon 15 Regelfragen, zwölf Etikettefragen und drei allgemeine Fragen zum Golfsport überwiegend richtig zu beantworten. Der Kreis der Fragen beschränkt sich auf die wichtigsten Regeln des Spielgeschehens. Als Hilfsmittel ist das Regelbuch erlaubt.

Die Prüfungsteile können in beliebiger Reihenfolge unabhängig voneinander absolviert werden, müssen jedoch innerhalb von 12 Monaten abgelegt werden.

Ein Spieler kann seine Vorgabe in vorher angemeldeten Extra-Day-Scores (EDS) oder in speziell ausgeschriebenen Turnieren verbessern.

Die Anmeldung muss vorab im Sekretariat oder beim Spielführer erfolgen.

Strafen für Verstoß

Missachtet ein Spieler fortgesetzt die Platz- und Spielordnung zum Nachteil anderer, so wird die Spielleitung geeignete disziplinarische Maßnahmen gegen diesen Spieler erlassen. Solche Maßnahmen können z. B. aus einem Spielverbot auf dem Platz für eine gewisse Zeit oder in einer Sperre für eine Anzahl von Wettspielen bestehen. Dies erscheint im Interesse der Mehrheit aller anderen Spieler, die den Golfsport in Übereinstimmung mit dieser Platz- und Spielordnung ausüben, gerechtfertigt.

Platzregeln

Es gelten in Ergänzung der Golfregeln die folgenden Platzregeln (weitere Sonderplatzregeln werden gegebenenfalls durch Aushang bekannt gemacht):

  • Anpflanzungen – durch Manschetten, Bänder oder Seile markiert – sind Spielverbotszonen. Bei Behinderung gemäß Regel 16.1a muss Erleichterung nach 16.1b in Anspruch genommen werden. Gießringe und Baumscheiben aus Erde oder Rindenmulch sind jedoch Bestandteil des Platzes.
  • Ungewöhnliche Platzverhältnisse (Regel 16):
    • Boden in Ausbesserung ist durch Weiße Linien und/oder blaue Pfähle gekennzeichnet
    • Auch ohne Kennzeichnung ist folgendes Boden in Ausbesserung
      • Verlegte Grassoden oder mit Kies verfüllte Drainagegräben
      • von Wildschweinen frisch aufgeworfene und noch nicht zurückgeklappte Rasenbereiche im Gelände. Ein in diesem Bereichen eindeutig verlorener Ball darf nach Regel 16.1e straflos ersetzt werden.
  • Erleichterung von Tierlöcher und Maulwurfshaufen wird nicht gewährt, wenn lediglich die Standposition behindert ist.
  • Auf Bahn 1 / 10 ist die Ausgrenze auf der rechten Seite als Abgrenzung zur Driving-Range durch weiße Pfähle gekennzeichnet.                                           
    Im Übrigen gilt auf dem gesamten Platz der Elektrozaun als Ausgrenze. Bei Unterbrechungen des Zauns (z.B. für Durchgänge) gilt die gedachte Verbindungslinie zwischen den beiden begrenzenden Zaunpfählen als Auslinie. Liegt der Ball eines Spielers auf dem Platz und innerhalb zweier Schlägerlängen vom Elektrozaun entfernt, so kann der Spieler straflose Erleichterung nach Regel 16.1 in Anspruch nehmen. Bezugspunkt ist der Punkt, der zwei Schlägerlängen vom Zaun entfernt liegt und gleichweit vom Loch entfernt ist wie die Stelle, an der der Ball ursprünglich lag
  • Als Entfernungsmarkierungen zur Vorderkante des Grüns gelten grüne Pfähle: 100 m (1 weißer Ring), 150 m (2 weiße Ringe) und 200 m (3 weiße Ringe)
  • Bedeutung der Signaltöne der Sirene

1 langer Ton:              Sofortiges Aussetzen des Spiels wegen Gefahr

3 kurze Töne:             Normale Spielunterbrechung

2 kurze Töne:             Signal für die Wiederaufnahme des Spiels

2 lange Töne:             Startsignal beim Kanonenstart

Wettspielregeln

Es gelten die Rahmenausschreibung für interne Wettspiele im GC Sauerland e.V. sowie die jeweilige Wettspielausschreibung.

Kleidung

Bitte tragen Sie immer eine dem Golfspiel angemessene Kleidung auf der Runde.
Nicht erwünscht sind z.B. verschlissene oder geflickte Jeans, abgeschnittene und ausgefranste Jeans, Tennis- oder kurze Shorts, Schwimmbermudas, Radlerhosen oder Leggins, sowie Trainings- und Freizeitanzüge.

Alle spielberechtigten Mitglieder und Gäste werden gebeten, unsere Platz – und Spielordnung zu beachten und in vernünftiger Weise auszulegen. Nicht jede Einzelheit kann und soll in Regeln gefasst werden. Vielmehr sollten Vernunft und Rücksichtnahme selbstverständlich sein.

DER GERN GESEHENE GOLFER

> Kleidet sich golfgerecht

> Beachtet die Etikette

> Fordert zum Mitspielen auf

> Gefährdet keinen Spieler oder Greenkeeper auf dem Platz

> Spielt zügig ohne zu bummeln

> Lässt Spielern auf der vollen Runde das Vorrecht

> Beseitigt Pitchmarken und Divots

> Fährt mit seinem Caddiewagen nie über ein Wintergrün, ein Vorgrün oder zwischen Grün und Bunker entlang

> Harkt die Bunker und legt die Harke dort ab, wo eine Harke fehlt

> Respektiert Einschränkungen, die der Platzqualität oder der Sicherheit dienen

> Spielt einen provisorischen Ball, wenn sein Ball im Aus, Wald oder tiefen Rough verloren sein könnte

> Macht keine Probeschwünge auf dem Abschlag

> Verhält sich leise auf dem Platz

> Schaltet sein Handy auf der Runde und im Clubhaus aus

> Ist freundlich zu seinen Mitbewerbern und genießt mit ihnen nach der Runde das 19. Loch

> Kauft Golfartikel im eigenen Proshop

> Kommt zu jeder Siegerehrung

> Unterstützt die Clubmannschaft bei ihren Wettspielen

Arnsberg, 25. August 2015

Vorstand Golfclub Sauerland e.V.